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SOMEWHERE ELSE Leigh Bridges, Claudia Chaseling, Rainer Födisch, Anne Michaux, York Christoph Riccius10. November 2007 – 5. Januar 2008 Eröffnung: 9. November 2007, 19.00 Uhr
Die zweite Ausstellung der WILDE GALLERY widmet sich dem unterschwelligen Hervorrufen von eigenen Projektionen, die durch künstlerische oder künstliche Bilder erzeugt werden. Diese Evokation, also die Erweckung von Vorstellungen oder Erlebnissen bei der Betrachtung eines Kunstwerkes, war und ist eines der größten Themen in der Geschichte der Malerei.
Die Ausstellung SOMEWHERE ELSE spielt mit dieser malerischen Tradition, die heute in allen Medien angewandt wird. Die ausgestellten Werke zeigen Landschaftsräume in Malerei oder Fotografie. Durch die Art der Präsentation und künstlerischen Behandlung werden diese Räume zu Orten eines undefinierten Geschehens und rufen so eigene Bilder, Phantasien und Erinnerungen wach.
Künstliche Situationen erschafft Anne Michaux, in dem sie Szenen und Räume in kleinen Modellen inszeniert. Mit der Digitalfotografie, die nicht nachbearbeitet wird, entstehen unwirkliche Szenen, die dennoch jeder meint, zu kennen - ein Changieren zwischen Film, Leben und Traum. Die Modelle existieren nur für dieses eine Foto, so dass der reale Szenenaufbau eine Parallelität zum "entscheidenden" Augenblick des Fotografierens bekommt.
Claudia Chaseling verbindet in ihrer Malerei Elemente aus Industrie und Verkehr mit der Natur. Die Dynamik und Kraft der mechanischen Welt in ihren Bildern bekommt etwas Schwindelerregendes und selten dient der Künstlerin die Natur als Ruhepunkt. Die Gegensätze Natur und Industrie scheinen in ihren Werken in einem steten Kräftemessen, dem sich der Betrachter nicht entziehen kann.
Auf die verwunschene Suche nach dem Irgendetwas begibt sich der Betrachter in der Malerei von Leigh Bridges. Eine Malerei die an Holzschnitte erinnert. Große, klar und glatt behandelte Flächen sind durchsetzt mit fein ausgearbeiteten Wäldern und Bäumen. Als säße man in einem Flugzeug verdecken Wolken wesentliche Teile der Szene und doch widerspricht die Perspektive dieser Fantasie. Die Wälder auf den Fotos von York Christoph Riccius sind unmittelbar. Durch ihre Präsentation wirken sie lebensecht. Der Print auf leichtes Papier widerspricht dem Motiv und lässt dennoch das Bild selbst zum Motiv werden. Ob lichte helle Wälder oder mystisch dunkle im Morgentau, alle Aufnahmen wirken wie aus einem Märchen in die Wirklichkeit entsprungen und im Realen beginnt die Suche nach dem Irrealen. Rainer Födisch zeigt die Verbindung von Natur und Mensch. Seine Malerei könnte erlösend wirken, wäre die Beziehung der zwei dargestellten Personen nicht so uneindeutig offen. Zwei Männer mit nicht zu identifizierenden Gesichtern und Ausdruck artikulieren sich lediglich über ihre Körpergesten. Ob spielerische Freude oder heimtückische Bedrohung gelebt wird bleibt offen.
Eröffnung Ausstellung Öffnungszeiten
Adresse
Links:
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| WILDE GALLERY | Chausseestrasse 7 | 10115 Berlin –
Germany Fon +49 . (0)30 . 258 16 258 | info@wilde-gallery.com Wed – Sat, 12 – 6pm | www.wilde-gallery.com Imprint |