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WILDE WEEK # 1 YOON LEE – Seen it all ...
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| Kevin Murphy |
Die Installation Computer Love des Künstlers Kevin Murphy zeigt eine fingierte Bekanntschaft zwischen zwei ungleichen Protagonisten in einem Chat-Room, die sich im Verlauf der Zeit auf einem Computermonitor abspielt.
Computer Love wurde ursprünglich für die Einzelausstellung "We Are The Robots" (Malmö, Schweden, 2006) geschaffen und stellt eine künstlerische Untersuchung von virtuellen Internetbeziehungen, cyber-sexuellem Verlangen und der Konstruktion von virtueller Identität innerhalb der Rahmenbedingungen der homosexuellen Internetgemeinschaft dar.
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| Kevin Murphy |
Murphys rekontextualisierter Chatroom-Dialog, der zwischen zwei anonymen, nicht sichtbaren Personen stattfindet, ist intim und anschaulich zugleich und reflektiert über sexuelle Gewalt, gängiger Darstellung von Liebe, Abhängigkeit und Hörigkeit, Einsamkeit und Verzweiflung.
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Neben üblen Beleidigungen und lüsternden Komplimenten tauchen gehäuft Äußerungen auf, die Anspruch auf Glaubwürdigkeit durch ihre Verankerung in Rasse, sozialer Stellung, Nationalität, Geschlecht und Sexualität erheben. Dadurch entsteht eine zwar subtile, dennoch scharfsinnige politische Satire. Die zu Tage tretende Aggression und Feindseligkeit, die im Verlauf des 65 minütigen Videos zwischen den beiden Gesprächspartnern ausgetauscht wird, thematisiert die Restriktion von cyber-sexueller Konversation und kommentiert politisch nicht korrektes Verlangen, Verobjektivierung und Pornographie.
In seiner ursprünglichsten Bedeutung dokumentiert der Text das Entstehen einer virtuellen Liebesbeziehung, beeinflusst durch die Sprachbilder der technsichen Kommunikation und gebunden an die problematischen Implikationen, die sich bei dem Versuch ergeben, eine virtuelle Anziehung in sein Äquivalent im realen Leben zu überführen.
Der Träger eines DAAD Künstlerstipendiums Kevin Murphy schloss seinen MFA an der Malmö Art Academy in Schweden und seinen BA an der Brown University in den USA ab. Er lebt und arbeitet in New York.
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| Yoon Lee |
Yoon Lee, eine in Berlin lebende und arbeitende koreanische Künstlerin, präsentiert ihr Werk Seen it All. Seen it All besteht aus einer Serie von Werken, die aus gefundenem Material hergestellt wurden und die sowohl die Erfahrungen der Künstlerin im Bereich der Architektur und des Designs als auch ihre ethnische Herkunft widerspiegeln.
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| Yoon Lee |
Lee, die eine Master in Architektur an der Harvard University besitzt, verziert ausrangierte Bauteile mit Bildern, die trotz ihres erotischen Gehalts einen starken Kontrast zu den unerlaubten Perversionen in Kevin Murphys Installation Computer Love darstellen. Lees Arbeiten sind ,in Anlehnung an abendländische Ornamentik und Ästhetik, in Feinstarbeit auf geschichtetem Glas aufgebracht und vereinen figurativen Minimalismus mit dekorativer Abstraktion um an kultureller Symbolik reiche Objekte zu kreieren, die gleichzeitig Gemälde als auch Skulptur sind.
Yoon Lee studierte Architektur und Design an der Cornell University und der Harvard University.
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| Yoon Lee |
Eröffnung
Freitag, 13. März 2009, 19 h
Ausstellungsdauer
13. März – 20. März 2009
Öffnungszeiten
Di – Sa | 12 – 18 Uhr
Adresse
WILDE GALLERY
Chausseestrasse 7
D-10115 Berlin
info@wilde-gallery.com
www.wilde-gallery.com
| WILDE GALLERY | Chausseestrasse 7 | 10115 Berlin –
Germany Fon +49 . (0)30 . 258 16 258 | info@wilde-gallery.com Wed – Sat, 12 – 6pm | www.wilde-gallery.com Imprint |