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FLOHMARKT, NACHT von Ricardo Okaranza17. Oktober – 19. Dezember 2009 Vernissage: 16. Oktober ab 19h
Die Wilde Galerie freut sich, mit Flohmarkt - Nacht die erste Einzelaustellung des in Berlin lebenden baskischen Künstlers Ricardo Okaranza auszurichten. Die Ausstellung wird von einem Katalog mit einem Essay von Wayne Baerwaldt begleitet, dem Direktor und Kurator der Alberta Foundation for the Arts in Calgary.
Okaranzas fotografischer Ansatz ist abstrakt und enthält sich bewusst jeder Narration. Seine Bilder entstehen ausschließlich nachts und sind, wenn sie auch figurativ Sichtbares abbilden, stets formale Auseinandersetzungen mit dem Malerischen in der Fotografie. Lichtquellen werden zu Punkten, Architektur zu Linien, Räume verwandeln sich in Farbfelder. Die Objekte, die verlassen in diesen Bildern liegen sind ihrer Funktion beraubt und werden nun hinsichtlich ihrer Form, Farbe und Struktur angeordnet, ohne Rücksicht auf etwaige persönliche oder anekdotische Eigenschaften. Wayne Baerwaldt schreibt von Okaranzas verlassenen urbanen Landschaften, dass seine „oft brütenden, rätselhaft-nüchternen Ansichten von einer feinen, klassischen Symmetrie bestimmt werden, die charakteristisch ist für Okaranzas fotografischen Ansatz und die in ihrem Bestreben an gemalte Bilder zu erinnern die weitestmögliche Entfernung von straight photography bedeutet, die sich nur vorstellen lässt.“
Historische Vorläufer der analogen Fotografie werden bewusst ausgespart im Entstehungsprozess, den Okaranzas Bilder durchlaufen und bei dem Bilder direkt als Tintenpigment auf Stoff übertragen werden. Eine radikale Interpretation von Okaranzas Arbeit liefe darauf hinaus, ihn als späten Aquarellmaler anzusehen, der den Pinsel gegen die fotografische Linse und die nachträgliche Bildbearbeitung eingetauscht hat. Okaranzas Arbeiten sind seltsame Hybride, die einen Sinn für stille Schönheit besitzen, bestimmt von einer surrealen, malerischen Lebhaftigkeit, in der unheilvolle Horizonte in dunklen Farben langsam über schattige Oberflächen wandern und wo jede Handlung zum Stillstand gekommen ist. Unheimlich und beunruhigend in ihrer Leere sind diese Szenen nächtlicher Alchemie, in denen die Reflexionen von Straßenlampen, Neonröhren und anderer künstlicher Lichtquellen zu seltsam mystischen Stimmungen beitragen, die so gar nicht zu den alltäglichen und unbeachteten Orten zu passen scheinen, die stumme Zeugen unseres alltäglichen Lebens sind.
Für weitere Informationen und hochauflösende Bilder wenden Sie sich an die Galeriemanagerin Emilie Trice unter trice@wilde-gallery.de
Die Wilde Galerie möchte sich bei folgenden Institutionen
für ihre Unterstützung bedanken::
Vernissage
Ausstellungsdauer
Öffnungszeiten
Adresse
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| WILDE GALLERY | Chausseestrasse 7 | 10115 Berlin –
Germany Fon +49 . (0)30 . 258 16 258 | info@wilde-gallery.com Wed – Sat, 12 – 6pm | www.wilde-gallery.com Imprint |